Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Rothenburg a.d. Saale Industriegeschichte Über uns Dauerausstellung Schlackenhalde Publikationen Kontakt Gästebuch Impressum RoGe 1-S.1 RoGe 1-S.2 RoGe 5-S.1 RoGe 5-S.2 RoGe 5-S.3 RoGe 5-S.4 RoGe 5-S.5 RoGe 5-S.6 RoGe 5-S.7 RoGe 9-S.1 RoGe 9-S.2 RoGe 9-S.3 RoGe 9-S.4 RoGe 9-S.5 RoGe 9-S.6 RoGe10-S.1 RoGe10-S.2 RoGe10-S.3 RoGe10-S.4 RoGe10-S.5 RoGe10-S.6 RoGe11-S.1 RoGe11-S.2 RoGe11-S.3 RoGe11-S.4 RoGe11-S.5 RoGe11-S.6 RoGe12-S.1 RoGe12-S.2 RoGe12-S.3 RoGe12-S.4 RoGe12-S.5 RoGe 2-S.1 RoGe 2-S.2 RoGe 3-S.1 RoGe 3-S.2 RoGe 3-S.3 RoGe 3-S.4 RoGe 4-S.1 RoGe 4-S.2 RoGe 4-S.3 RoGe 6-S.1 

RoGe11-S.1

Lfd. Ausgabe Nr. 11 Juni 2010, 3. Jahrgang, Nr. 2 Das Oberbergamt Rothenburg/S. (1772 – 1815) - Teil I

Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf- „150 Jahre preußische Bergverwaltung im mitteldeutschen Bergbau. Festschrift aus Anlass des 150jährigen Bestehens des Oberbergamtes in Halle a. S.“, Halle 1922 - „225 Jahre Oberbergämter und Bergbehörden in Halle an der Saale. Festschrift aus Anlass des 225. Jahrestages der Gründung des Magdeburg – Halberstädter Oberbergamtes am 29. Dezember 1772 in Rothenburg a. S., aus dem 1815 das Oberbergamt in Halle a. S. hervorgegangen ist“, Hrg. Bergamt Halle1998.

VorgeschichteEntscheidende Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung von Rothenburg/S. war der Bergbau. Er ging auf die Zeit Heinrichs I. (um 875 - 936) zurück, als fränkische Bergleute in die Bergwerke des Harzes geholt worden waren. Damit breitete sich der Bergbau auch in die Mansfelder Gegend aus. Der Legende nach begannen 1199 die aus dem Harz stammenden Berghauer Nappian und Neucke am Kupferberg bei Hettstedt mit dem Abbau von Kupferschiefer. Das Jahr 1200 gilt als Beginn des Mansfelder Kupferschieferbergbaus.Frühzeitig erkannte man in Hettstedt, dass der Kupferschiefer an den Rändern des Grundgebirges auch an anderen Stellen zu Tage ausstrich. Es kann angenommen werden, dass bereits im 13. Jahrhundert auch bei Rothenburg und Wettin nach Kupfererz geschürft wurde. Urkundlich wurde der Bergbau in der Rothenburger Umgebung erstmals 1350 erwähnt. Schon 1446 verlieh Erzbischof Friedrich III. von Magdeburg den hiesigen Bergbau an Heinemann und Habundus Laß, welche die Erze in einer Schmelzhütte in Kirchedlau verarbeiteten.Als das Magdeburg – Halberstädter Oberbergamt zwischen 1772 und 1815 in Rothenburg/S. residierte, erreichte der Ort eine gesellschaftliche Blüte, die weit in das damalige Preußen ausstrahlte und prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur als Besucher anzog. Eine solche Bedeutung hat der kleine Ort nie wieder erreicht.In Rothenburg wurde 1550 durch Bischof von Lebus (Domherr von Halberstadt) eine erste Schmelzhütte errichtet, mit der hier der Kupferschieferbergbau grosse Bedeutung erlangte.. Selbst der Magdeburger Erzbischof Sigismund (Markgraf von Brandenburg) beteiligte sich mit 20000 Talern am Bau der Schmelzhütte.