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Der Kupferschiefer kam zu dieser Zeit aus Gruben westlich der Saale bei Naundorf (heute Strenz-Naundorf), aus der Grube „Alter Mann“ in Könnern (in der Nähe des Hospitals)und südlich von Wettin bei Döblitz. Der Bergbau war in voller Blüte. Es waren um diese Zeit etwa 500 Bergleute mit 160 Pferden in der Umgebung von Rothenburg beschäftigt.Wegen kriegerischer Auseinandersetzungen kam der Bergbau um 1566 zum Erliegen. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) begann nunmehr unter Preußen (seit 1680) ein neuer Aufschwung. Eine neue ÄraDie für Preußen wichtigen Rohstoffe, so Kupfer und Steinkohle, standen als bergrechtliche Mineralien nicht dem Grundstückseigentümer zu, sondern fielen unter das Bergregal (Regalien: Im 11. Jh. entstandene Bezeichnung für die dem König zustehenden Hoheitsrechte). Dies bedeutete, dass die Bodenschätze des Bergregals zwar nicht dem Staat gehörten, er aber Gewinnungs- und Aneignungsrecht als „Privileg“ verleihen konnte.Im Jahr 1690 wurde der Bergbau unter Leitung von Oberst von Pfuhl zu Helfta wieder aufgenommen, ohne jedoch den erwarteten Ertrag zu bringen. Aus diesem Grunde reaktivierte Kammerpräsident Freiherr von Knyphausen den Bergbau um Rothenburg/S.Er erhielt von Friedrich III. (1657 – 1713), damals noch Kurfürst von Brandenburg, das Rothenburger Schloss und Gelände zwecks Anlegung einer Schmelzhütte und Errichtung von Wohnungen für „Bergofficianten“ als Schenkung. In diesem Zusammenhang wurde das „Amt“ (Sitz des Verwalters der Güter des Erzbistums Magdeburg), das sich bisher im Schlossgelände befunden hatte, auf den „Amtsberg“ verlegt. Von Knyphausen bildete eine 400teilige Gewerkschaft (im Bergrecht eine alte Unternehmensform mit einer genossenschaftlichen Betriebsführung), die durch das Privileg vom 12. Dezember 1691 eine besondere Verfassung erhielt. Dieses Privileg stellte zum ersten Male für die Wettin - Rothenburger Gegend (Kupferschiefer und Steinkohle) bergrechtliche Normen auf, die auch von späteren Bergordnungen übernommen wurden. Unter anderem hatte die Gewerkschaft die Befugnis bzw. das Recht, ein Bergamt zu errichten. Dieses Bergamt wurde dann 1693 in Wettin für die Wettiner und Rothenburger Werke gegründet. Es war unmittelbar dem Kurfürsten unterstellt. Durch dieses Bergamt wurden erstmalig Festlegungen, Normen und Vorschriften für den Kupferschieferbergbau um Rothenburg und auch für den Steinkohlebergbau um Wettin und Löbejün aufgestellt (Bergordnung). Andere Aufgaben waren Leitung des Betriebes, Verwaltung der Geschäfte, Gerichtsbarkeit in Bergwerksangelegenheiten und Strafsachen sowie die Befugnis zur Vergabe von Abbaurechten.