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1696 wurd das Bergamt Wettin durch eine so genannte „Interims-Ordonnanz“ (Übergangsorder) dem „Oberbergdirektorium zu Cölln an der Spree“ unterstellt. Es war die erste Aufsichtsbehörde über ein Bergamt in der mitteldeutschen preußischen Bergverwaltung. Wegen der großen Entfernung nach Berlin bewährte sich diese Regelung jedoch nicht, und 1714 wurde die Oberaufsicht nach Halle zur „Magdeburgischen Amtskammer“ verlegt.Auf Grund der Misserfolge des Wettiner Steinkohlebergbaus verpachtete König Friedrich Wilhelm I. (1688 – 1740, seit 1713 König von Preußen) schließlich die Gruben an zwei Privatleute und verkaufte auch seine Anteile an Rothenburger Kupferschieferbetrieben an die Gewerkschaft. Deshalb kam es zur Aufspaltung der preußischen Bergverwaltung auf Bergamtsebene. Es wurde nunmehr neben dem bestehenden Bergamt in Wettin im Jahr 1714 das „Rothenburger Bergamt“ gegründet. Von da an nahmen der Wettiner und der Rothenburger Bergbau getrennte Wege.Nach kurzer Blütezeit geriet der unter gewerkschaftlicher Führung stehende Rothenburger Kupferschieferbergbau wegen zunehmend hoher Wasserzuflüsse in den Gruben, vor allem 1750 in Golbitz, immer mehr in Schwierigkeiten. Auch die Angliederung der Werke auf der Friedeburgerhütte an Rothenburg (1744) konnte daran nichts ändern. Schließlich kaufte der preußische Staat 1768 für 200 000 Taler die Rothenburger Werke von der Gewerkschaft zurück und vertraute sie der Aufsicht des Bergamts Rothenburg an.Im Jahr 1772 erschien die auf der Schlesischen Bergordnung von 1769 aufbauende „Magdeburg-Halberstädter Bergordnung“ , die nach 76 Jahren die seit 1696 gültige „Interims-Ordonnanz“ ablöste. Mit dieser neuen Bergordnung wurde unter Friedrich II. („Friedrich der Große“, auch „Der Alte Fritz“, 1712 – 1786, seit 1772 König von Preußen) eine weitgreifende Bergrechtsreform umgesetzt.