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Bereits 1805 gab es Überlegungen, das Oberbergamt von Rothenburg nach Halle zu verlegen, da sein Sitz in Rothenburg nicht mehr den Erfordernissen der Zeit entsprach. Wegen der verlorenen Doppelschlacht Preußens gegen Napoleon am 14. Oktober 1806 bei Jena und Auerstedt wurden diese Pläne zurückgestellt. Vierzehn Tage nach seinem Sieg zog Napoleon in Berlin ein, und der preußische Hof flüchtete nach Königsberg in Ostpreußen. Die hiesige Gegend und damit auch das Oberbergamt Rothenburg wurden dem Königreich Westfalen unter Napoleons Bruder Jerome Bonaparte zugeordnet.Das Oberbergamt unter französischer Herrschaft 1806 bis 1815Unter den Kriegsfolgen hatte das Oberbergamt schwer zu leiden. Am 19./20. Oktober, d.h. bereits fünf Tage nach der Doppelschlacht, besetzten französische Truppen Rothenburg und plünderten den Ort. Auch die Kassenbestände des Oberbergamtes gingen verloren. Bei der Auflistung seiner Verluste im Januar 1807 ergab sich eine Summe von 17.474 Talern. Auch wollte die französische Heeresverwaltung mit Sitz in Halle in Rothenburg Vorratsmaterialien und Hüttenprodukte beschlagnahmen. Nur durch den energischen Protest des Direktors des Oberbergamtes, Johann C. L. Gerhard, konnte dies verhindert werden.Friedrich Wilhelm III.(1770 – 1840, ab 1797 König von Preußen) musste im Juli 1807 den von Napoleon diktierten Tilsiter Frieden hinnehmen, und Preußen verlor dadurch alle Gebiete westlich der Elbe, so auch den Amtsbereich des „Königlich Niedersächsischen Oberbergamtes“ in Rothenburg.Napoleon gliederte Deutschland ohne Rücksicht auf geschichtliche Gegebenheiten neu auf. Aus den preußischen Westgebieten (u. a. Bereich Oberbergamt Rothenburg), Kurhessen, Braunschweig und Hannover bildete Napoleon das Königreich Westfalen mit der Hauptstadt Kassel.. Nach französischem Vorbild wurde das neue Königreich in Departements gegliedert, denen jeweils ein Präfekt vorstand. Die acht Departements wurden nach den im jeweiligen Gebiet vorhandenen Flüssen genannt (Elbe, Saale, Aller, Oker, Leine, Werra, Fulda) ; eine Ausnahme bildete das Departement des Harzes.Unter Jerome wurde mit Organisationsdekret vom 27. Januar 1809 das Bergwesen im Königreich Westfalen völlig neu geordnet. In Kassel entstand die Generalverwaltung der Berg-, Hütten- und Salzwerke mit den Bereichen bzw. Divisionen Weser, Harz und Elbe.Dabei fiel der Bezirk des Oberbergamtes Rothenburg unter die Elbe-Division, jedoch ohne die Gebiete östlich der Elbe und die Grafschaft Hohnstein. Die Elbe-Division umfaßte demnach das Oberbergamt Rothenburg und die Gebiete Stendal, Gardelegen, Braunschweig und Wolfen-büttel. Als Leiter der Elbe-Division wurde der bisherige Direktor des Oberbergamtes, Berghauptmann Gerhard, mit Sitz in Rothenburg bestätigt. Ihm unterstanden alle Mitglieder des früheren Oberbergamtes als Oberbergingenieure. Das ehemalige preußische Oberbergamt war zwar aufgelöst worden, aber die neue Behörde arbeitete in der bisherigen Art und Weise weiter.