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Das Gebiet der Elbe-Division war weiterhin in fünf Bergbezirke mit je einem Berg- bzw. Salzamt unterteilt: Rothenburg, Eisleben, Wettin, Wefersleben und Schönebeck, wobei jedes Amt einem Oberingenieur unterstand.Da die Gruben um Rothenburg kaum noch schmelzwürdige Erze lieferten und die Lagerstätten bei Großörner, die bereits mit installierten Dampfmaschinen entwässert wurden, allmählich abgebaut waren, sank die Kupferproduktion 1810 auf etwa 60 % des Standes von 1795.Deshalb verkaufte König Jerome mit Vertrag vom 11./14. Juni 1810 die Schmelzhütte Rothenburg für 112 548 Reichstaler an die Mansfelder Gewerkschaft. Diese Summe wurde Mitte Oktober bar in der Oberbergamtskasse in Rothenburg eingezahlt. Unter der Herrschaft Napoleons wurde schnell klar, dass die Wirtschafts-, Rechts- und Verwaltungsstrukturen in Preußen verkrustet und überaltert waren. Von Napoleon eingesetzt, leitete Minister Freiherr Karl vom und zum Stein einen Modernisierungsschub nach den Ideen der französischen Revolution von 1789 ein (z.B. wurde die Leibeigenschaft der Bauern abgeschafft). Karl August von Hardenberg setzte die Stein’schen Reformen fort und führte 1810 die Gewerbefreiheit ein. Damit wurden das preußische System staatlicher Bevormundung und die Vormachtstellung der Zünfte gebrochen.Die anfängliche Sympathie der Bevölkerung für diese Reformen schlug jedoch wegen der Ausplünderung durch die Franzosen, wegen der Zwangsrekrutierung von Soldaten für die französischen Armeen und aufgrund des unrühmlichen Endes des ‚Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation’ bald in das Gegenteil um. Es entstand eine national patriotische Bewegung in Deutschland. Nach der Kriegserklärung Preußens an Frankreich am 16. März 1813 meldeten sich massenhaft Freiwillige zum Kampf gegen Napoleon. Auch 29 Rothenburger waren darunter, von denen 6 im Kampf fielen. In der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) wurde Napoleon besiegt. Noch im gleichen Jahr wurden das Königreich Westfalen aufgelöst und die napoleonischen Reformen aufgegeben. Unter König Friedrich Wilhelm III. erfolgte eine Restauration der preußischen Bürokratie. Ein neuer AnfangWenige Tage nach der Völkerschlacht erging an den damaligen Direktor des Bergbezirkes Rothenburg in der Elbe-Division, Berghauptmann Christoph Ludwig Arnold Wille, ein am 22. Oktober 1813 in Halle erlassener Befehl des Königlich Preußischen Militärgouvernements, laut dem jegliche Verbindung zu Kassel, der Hauptstadt des Königreiches Westfalen, bei Todesstrafe verboten wurde. Wille wirkte von 1811 bis 1815 als Direktor des Oberbergamtes Rothenburg.Im November 1813 mussten sich sämtliche Beamten durch Unterzeichnung einer Verpflichtung in Gegenwart des Berghauptmannes Wille, „zur Treue und zum Gehorsam gegen des Königs von Preußen Mayestät verpflichten, den Befehlen der von Sr. Mayestät geordneten Behörden in allen ihren Dienstverhältnissen pünkliche Folge zu leisten“.