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Der Verein wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Jahr 2009 und hofft auf anhaltendes Interesse. Der Verein dankt Sponsoren und allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Dr. Birgit Fröhlich Ausgabe Nr. 4 - Dezember 2008 Nutzung der Wasserkraft der Saale Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf den Aufzeichnungen von Becker, Franz ( 1898-1977 ), Chronik der beiden in volkseigene Hände übergegangenen Rothenburger Werke am 01.10.1947, o.J. „Wasser ist die Kohle der Zukunft“ meinte schon 1874 der französische Schriftsteller Jules Verne (1828-1905), dessen Abenteuer-und Entdeckerromane zum Teil technische Entwicklungen des 20.Jahrhunderts vorwegnahmen. Diese Sicht gewinnt heute im 21.Jh. zunehmende Bedeutung. Dabei ist Wasserkraft die sich erneuernde Energiequelle, die von der Menschheit schon sehr lange genutzt wird ( z.B. sind die aus der Römerzeit stammenden Wasserräder am Orontes bei Hama in Syrien seit ca. 2500 Jahren in Bewegung und werden bis heute für Bewässerung benutzt ). In unserer Region an der Saale wurde das älteste deutsche Mühlenwehr bereits 941 bei Alsleben errichtet. In Rothenburg entwickelten sich, begünstigt durch seine Lage am Wasser, frühzeitig Mühlenbetriebe, Schiffbau, Schifffahrt und Fischerei. Um das Jahr 1100 wird urkundlich eine Mühle erwähnt, die sich jenseits der Saale unterhalb des damaligen Wehres am sogenannten „Wilden Busch“ (heute kleine Insel am Wehr) befand. Die Mühle und die Bewirtschaftung der Ländereien sowie der Fischfang waren Broterwerb der angesiedelten Rothenburger. Die Mühle wurde vom damaligen Erzbischof Wiemann im Jahre 1150 an das Kloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg vertauscht.Ab dem 10. Jahrhundert breitete sich der Bergbau in der Mansfelder Gegend wie auch in den Gemarkungen Rothenburg,Könnern, Golbitz und Kirch-Edlau aus. Auf kleinen Feuern gewann man Kupfer aus Kupferschiefer-Erzen.Die Grafschaft Mansfeld erwarb 1557 Rothenburg . Im Ergebnis eines Machtstreites zwischen den miteinander verwandten Grafen von Schönburg und von Mansfeld wurden im Jahr 1566 die Schmelzhütte und die Mühle zerstört. 1576 ließ der Graf von Schönburg an der Stelle der zerstörten Schmelzhütte eine neue Mehl-, Oel- und Schneidemühle errichten. Diese Mühle fiel im 30-jährigen Krieg ( 1618-1648) einem Brand zum Opfer, wurde jedoch Mitte des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Sie arbeitete bis etwa 1890. Ab diesem Jahr wurde im Mühlengebäude eine Messingnäpfchenfabrikation (für Patronenherstellung) untergebracht. 1922 brannte das vierstöckige Gebäude vollständig aus und wurde mit nur einem Stockwerk wieder hergerichtet.