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„…so dass schließlich zwei Küchen mit gewölbet werden konnten, welches so viel nöthiger als nach ersteren Absehen auch Familien darin wohnen und zu öberst am bequemesten Schule und Stuben für die Kinder zubereitet werden konnten, …dass ich also wohl erfahren haben, was auch nur ein kleiner Bau für Kosten fordere.“ (S.10)„25. Martini 1712 … und dass unsere Kinder-Häuschen auch zum ersten male von Kindern ist begangen und bewohnet worden…ohngeachtet, noch ein manches ja ein großes daran fehlet..“ (S.16)Pastor Wilcke (1827 bis 1849 in Rothenburg tätig) beschreibt in seiner Chronik das Gebäude, dort Waisenhaus genannt, wie folgt: „Das Haus ist besonders gebaut, indem es vier Erker hat, in jedem eine Stube; das untere Stockwerk ist in den Berg gebaut, und geht die Hausthür nach dem Fahrwege; das zweite Stockwerk mit der Hausthür nach dem Kirchhofswege ist parterre.“ (S. 155)Mit Fertigstellung des Gebäudes und den ersten Erfahrungen zur Bewirtschaftung dieser sozialen Einrichtung stellte Pfarrer Grell grundlegende Regeln für das Betreiben des Waisenhauses - auch über seinen Tod hinaus - auf. Diese Satzung der Stiftung umfasst 23 Punkte; der Zweck des Hauses findet seinen umfassenden Niederschlag in einer Bestätigungsurkunde, ausgestellt am 20. Juni 1715 in Magdeburg. Pastor Wilcke dokumentiert diese Urkunde in der Chronik Rothenburg vollständig.Hier folgen 3 ausgewählte Punkte im Original:„Articul und Punkta über das von dem Prediger zu Rothenburg Hieronymo Grell daselbst neu erbaute Armen-, Kinder- und Pfarrwitwen-Haus.1. Wird das für sämtliche arme Kinder von Hieronymo Grell, zur Zeit Prediger daselbst, auf Gottes Güte 1708 zu bauen angefangene Haus, welches in einem Tractätchen von der sonderbaren Güte Gottes über dieselben armen Kinder von 1707 kürzlich beschrieben ist, in hohen Gnadenschutz genommen, allergnädigst confirmirt und bestätigt dargestellt….6. Aus besonderer hoher Gnade soll erlaubt werden, wenn sich auch gleich anfangs solches nicht bezogen, nachmals aber sie dasselbige gereuen würde, auf vorhergegangener halbjähriger Anmeldung solches zu bekommen…. 11. Soll für dieselben das Schulgeld, vermöge des Miethsgeldes von dem Hause, worin sechs Wohnungen befindlich, durch richtige Bezahlung für ein jedes Kind entweder von 6 zu 6 Wochen, wie es von 1707 bis hierher geschehen, oder nach einer gewissen, mit dem Schulbedienten ausgemachten Summa übers ganze Jahr, gezahlt, und also die Schule den Kindern von dem Hause frei gehalten und gegeben werden …“ (S. 155 f)