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RoGe 5-S.5

Die Ausdrucksweise des frühen 18. Jahrhunderts ist heute außerordentlich schwer nachzuvollziehen. Insbesondere juristische Formulierungen sind teilweise völlig unverständlich. Die 23 Satzungspunkte der Grell’schen Stiftung beinhalten sinngemäß und zusammengefasst folgende Aussagen:-Alle armen Rothenburger Kinder werden in dem neu zu erbauenden Haus Unterkunft finden, unter Gottes Schutz stehen und konfirmiert werden. -Das Haus ist unwiderruflich für arme Kinder zu nutzen, anderweitige Verfügungen stehen den Statuten des Stifters entgegen.-Die Rothenburger Pfarrerwitwen erhalten Zeit ihres Lebens freie Wohnung oder eine Stube, Küche und 3 Kammern.-Falls eine Pfarrwitwenwohnung im Haus belegt sein sollte, ist diese im Bedarfsfall für die Pfarrwitwe nach einem halben Jahr zu räumen. -Eine Pfarrwitwe verliert das Wohnrecht und alle Privilegien im Haus bei Wegzug aus Rothenburg. -Wohnrecht im Haus erhält eine Pfarrwitwe auch zu späteren Zeiten nach einer Wartezeit von mindestens einem halben Jahr.-Ist eine Pfarrwitwe aus dem Haus ausgezogen, verliert sie jegliche Ansprüche. -Zieht ein Pfarrer aus Rothenburg weg, so ist dessen Ehefrau als Fremde anzusehen, und mietfreies Wohnen im Haus ist untersagt. -Falls eine Pfarrwitwe innerhalb eines halben Jahres nach dem Tode des Pfarrers ebenfalls stirbt, so erhalten die vater- und mutterlosen Waisen ebenfalls mietfreies Wohnen solange sie ledig sind. -Für im Haus wohnende Kinder ist das Schulgeld aus Mieteinnahmen des Hauses zu zahlen. -Weitere Gelder aus Mieteinnahmen sind besonders für Heizung, Anschaffung einiger Kleider für die Ärmsten usw. zu verwenden. -Das Haus ist befreit von finanziellen Lasten außer Feuerkassengeld und Zins an das Amt.-Im Haus wohnende Handwerker sind von der Gewerbesteuer befreit. -Im Haus sollen lediglich Leute wohnen, welche christlich leben und sich ehrlich und redlich zu ernähren suchen. -Diebe, Räuber, Spieler, Säufer, Zänker, Biersiedler und dgl. sollen weder aufgenommen noch geduldet bzw. bei Betreten des Hauses bestraft werden.-Der Pfarrer des Ortes ist alleiniger Vorsteher des Hauses.-Zu keiner Zeit ist es dem Pfarrer des Ortes gestattet, das Haus zu beleihen, zu verpfänden, zu vermieten und in Erbpacht zu vergeben.