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RoGe 9-S.2

Vor fünfzig Jahren, im Dezember 1959, schloß die Firma Metallwerk Friedrich-Ottohütte Otto Zahn in Rothenburg am Burgberg 18 ( heute gemeindeeigene Turnhalle) ihre Pforten. Wie bereits der Firmenname sagt, sah sich der Gründer in der Tradition der metallverarbeitenden Industrie des Ortes, die mit der Errichtung einer Kupferschmelzhütte 1413 ihren Ausgang genommen hatte. Mit ihr war bekanntlich Rothenburg/S. über die Jahrhunderte zu einem bedeutenden Industriestandort im Saalkreis geworden. Bis heute prägt sie den Charakter des Ortes.Die unmittelbaren Gründe für die Schließung des angesehenen und gut gehenden Metallwerkes (im Folgenden Firma Zahn genannt) waren vielfältig. Ins Gewicht fiel in erster Linie der unerwartet frühe Tod von Otto Zahn im Dezember 1950. Nachhaltigen Einfluß auf das Schicksal des Betriebes hatten auch die in der sowjetischen Besatzungszone und mit der Gründung der DDR 1949 geschaffenen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese waren für privatwirtschaftliches kreatives Unternehmertum nicht förderlich. Besondere Erschwernisse erwuchsen für spezialisierte private Unternehmen in metallurgischen und Maschinenbaubereichen aus Problemen der planwirtschaftlichen Material-bereitstellung. Nicht zuletzt die erhöhte massenhafte Westflucht, deren Sog auch der von den Zahn'schen Erben eingesetzte Geschäftsführer folgte, und die sich Ende der 50er Jahre beschleunigte. Die allgemeine Verunsicherung der privaten Unternehmer in der DDR bedeutete hier im konkreten Falle das Ende des Betriebes.Der Ingenieur Otto Zahn (10.02.1900 – 25.12.1950) hatte im Mai 1932, als die Wirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit in Deutschland auf dem Höhepunkt war, begonnen, eine selbständige Existenz aufzubauen. Wie so Vielen in dieser Zeit war ihm von der Landelektrizität GmbH / Überlandwerk Saalkreis-Bitterfeld in Halle/S. gekündigt worden. Dort war er ab 1926 als Elektroingenieur angestellt und neben anderem für Entwurf und Ausführung von Transformatorenstationen (von denen viele heute noch im Saalkreis stehen) zuständig gewesen.