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RoGe 9-S.3

In einem angemieteten Schuppen auf dem Gelände der 1840 - 42 gegründeten und 1927 stillgelegten Prinz-Carlshütte Rothenburg richtete er seine erste Werkstatt ein. Hier begann er zunächst mit der Produktion von Buntmetall-Schweißstäben ( vor allem vierkantige, mit Flußmittel gefüllte Messing- und Bronze-Hartlötstäbe; ummantelte Schweißelektroden und flußmittelgefülltes, silberhaltiges Bandsägelot). Nebenher betrieb er noch ein Gewerbe als Elektroinstallateur ab November 1932.Der Werkstatt-Schuppen wurde ihm Anfang 1934 von der Mansfeld AG gekündigt, da deren Rothenburger Werke wieder in Betrieb genommen werden sollten. Notgedrungen mußte sich Otto Zahn nach einer anderen Produktionsstätte umsehen. Er fand am heutigen Burgberg 18 ein geeignetes Gelände, das er als Ödland von der Domäne Rothenburg zunächst pachtete und später kaufte. Dort errichtete er am Fuße des Burgbergs eine für ihre Zeit moderne Werkhalle. Hier konnte er ab 15. November 1934 mit Hilfe der von ihm entwickelten und erprobten Maschine die Herstellung von gefülltem Messinglötband erfolgreich steigern.Der Versand der in beachtlichen Größenordnungen nachgefragten Fertigprodukte erfolgte per Bahn über Könnern. Handelsagenten und Provisionsvertreter sorgten für einen breiten Absatz der Produkte nicht nur in Mittel-, sondern auch in Westdeutschland. Auch aus der Schweiz und aus Griechenland wurden die Erzeugnisse geordert.Die für die ursprüngliche Kernproduktion benötigten Roh- und Werkstoffe kamen ebenfalls per Bahn vor allem aus Mansfeld, Leipzig, Berlin und Olpe (Westfalen).Dabei handelte es sich insbesondere um Rundmessingstangen in Dreh-, Fräs- und Bohrqualität, um Sechskantmessingstangen, blankgezogene Kupferstangen und um Vierkantkupfer.Die Geschäfte liefen so erfolgreich, daß Otto Zahn schließlich sein Gewerbe als Elektroinstallateur weitgehend aufgeben mußte und über 10 Beschäftigte einstellen konnte. 1938 baute er oberhalb des Betriebsgeländes ein Wohnhaus für seine Familie und Eltern.Die Möglichkeit, seine Kreativität und Energie als Ingenieur und Unternehmer zu entfalten, hatte Otto Zahn in hohem Maße der Weitsicht, dem Ehrgeiz und der wirtschaftlichen und persönlichen Disziplin seiner Eltern Zahn, Otto (1874 -1951) und Hermine (1873 – 1960) zu verdanken.