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Alle Kraft richteten sie darauf, ihren beiden Söhnen Otto und Willy (1902 – 1972) eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Das war unter den Bedingungen des I. Weltkrieges und danach alles andere als einfach für nichtprivilegierte Leute. Der aus Bösenburg stammende Otto Zahn sen. war Böttcher und hatte um die Jahrhundertwende in der Rothenburger Messingnäpfchenfabrik in seinem Beruf Arbeit gefunden. Seine spätere Frau Hermine war im gleichen Betrieb als Arbeiterin tätig. Etwa ab 1905 betrieb Otto Zahn sen. auf seinem Grundstück (heute Burgberg 12) eine Böttcherei als selbständiger Unternehmer. Der Ertrag seines Unternehmens wurde nicht unerheblich ergänzt durch die vielfältigen geschäftlichen Talente und Initiativen seiner Ehefrau. So vermochten es beide, die Berufsausbildung der Söhne (Otto hatte Dreher im Rothenburger Werk gelernt) und deren nachfolgendes Studium mit dem Ingenieurabschluß (Otto hatte am Kyffhäuser Technikum in Frankenhausen Elektrotechnik und Maschinenbau studiert) aus eigener Tasche zu finanzieren.Beide Söhne bauten sich eigene Firmen auf und wirkten als passionierte Ingenieure und Unternehmer. Der von Willy Zahn 1951 in Olpe gegründete Betrieb Willy Zahn – Maschinenbau GmbH läuft bis heute als erfolgreicher Spezialbetrieb in Familienbesitz ( seine Produkte finden z.B. auch in der WDI, Werk Rothenburg, Absatz).Mit seinem Vater, dem oben genannten Otto Zahn sen., einem vielseitig begabten und fleißigen Handwerker, hatte Otto Zahn jun. von Anbeginn seiner Tätigkeit als selbständiger Unternehmer bis zu seinem Tode eine unersetzliche Stütze im Betrieb.Hatte sich die Firma Zahn in ihren frühen Jahren erfolgreich auf die Herstellung diverser Schweißstäbe konzentriert, dehnte sie später ihre Tätigkeitspalette auf die Einzel- bzw. Musteranfertigung von Maschinen- und Ersatzteilen (z.B. Kurbelwellen, Rad- und Achslager) aus. Zu diesem Zweck hatte Otto Zahn in entsprechende Spezialmaschinen investiert. Auch eine Schmiede und verschiedene Vorrichtungen zum Härten gehörten neben einem kleinen Büro zur Einrichtung der Werkstatt. In letzterem war übrigens der in den Rothenburger Geschichte(n) Ausgabe 2 diesen Jahres erwähnte Ernst Tarlatt von 1945 bis 1957 als Buchhalter tätig.Zum Ende des Krieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit mußten auch von der Firma Zahn Waren des täglichen Bedarfs hergestellt und Reparaturen aller Art ausgeführt werden. In guten Zeiten beschäftigte der Betrieb bis zu 18 Arbeiter/innen. Lehrlinge wurden regelmäßig, und zwar ausschließlich als Spitzendreher ausgebildet.