Mitglied im Landesheimatbund Sachsen-Anhalt
Die Schlackenhalde ist letztes sichtbares Zeugnis der Kupferverhüttung in Rothenburg. Auf ihr wurden zwischen dem 15. und 19.Jahrhundert tausende von Tonnen Schlacke aus der Verhüttung abgekippt.Bis zur Errichtung eines Wohngebäudes nach 1871 befand sich auf der Halde ein kleiner Turmaus Schlackensteinen mit einer Glocke (Silvesterglocke) und der Hüttenuhr. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und den französischen Reparationszahlungen (Gründerjahre) wurden auch in Rothenburg zusätzliche Arbeitskräfte benötigt. Dafür baute man auf der Schlackenhalde Wohngebäude für ledige männliche Arbeitskräfte. Schon nach kurzer Zeit erfolgte aber ein Umbau zu Wohnungen für Familien. 2007/08 wurden die darauf befindlichen unbewohnten Gebäude bis auf einen Stall in einer gemeinsamen Aktion der Gemeinde Rothenburg, der Westfälischen Drahtindustrie-Werk Rothenburg(WDI) und von Sponsoren abgerissen. 2009 begann durch den Verein mit der Unterstützung zahlreicher Sponsoren die Gestaltung des Plateaus als touristischen Informationspunkt und Rastplatz am Saale-Radwanderweg Wettin-Alsleben. Im Jahr 2011 wurde eine Aussichtsplattform geschaffen und weitere Bänke aufgestellt. An dieser Stelle sei nochmals allen beteiligten Sponsoren recht herzlich gedankt, ohne deren Unterstützung das Erreichte nicht möglich gewesen wäre.Eigentümer des gesamten Geländes ist die WDI. Der Verein nutzt die Schlackenhalde auf Basis eines Nutzungsvertrages. Die Gestaltung der Schlackenhalde wird bei Verfügbarkeit der notwendigen Mittel mit derSanierung des Stallgebäudes fortgesetzt. Quelle : P.Stuffrein , Zeittafel der Geschichte von Rothenburg a.d. Saale , 2008